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Interview in "Visionen" Juli 2007


Neue Wege zum quellfrischen Wasser

Gespräch dem Wasserforscher und Buchautor Ulrich Holst


Was ist eigentlich „Wasserbelebung“? Manche sprechen ja auch von Wasserenergetisierung oder Wasservitalisierung? Ist das alles das Gleiche?
Ulrich Holst: Unter all diesen Begriffen versteht man physikalische Verfahren, die dem Wasser wieder die Qualität und Energie frischen Quellwassers verleihen. Das Ganze funktioniert relativ simpel ohne Chemie und Strom, indem das Wasser verwirbelt oder einem feinstofflichem Schwingungsfeld ausgesetzt wird.
 
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, darüber ein Buch zu schreiben?
Das ist eine etwas längere Geschichte. Vor etwa zehn Jahren erlitt meine Frau ihren fünften Bandscheiben-Vorfall. Sie arbeitete als Krankenschwester und ihr Beruf stand auf dem Spiel. Der Arzt stellte sie dann vor die Alternative: Messer oder Wasser trinken! Es zeigte sich, dass sie oft stundenlang ohne Wassertrinken gearbeitet hatte. Ihr Körper war völlig dehydriert und ihre Bandscheiben waren nicht eingebettet in prall mit Wasser gefüllte Zellen, sondern drohten bei der kleinsten falschen Bewegung ihren Halt zu verlieren. Sie entschied sich natürlich für Wassertrinken: Jede Stunde mindestens ein Glas - lauwarm! Aber Leitungswasser schmeckte ihr nicht - also Flaschenwasser. Schon nach paar Wochen ging es ihr bedeutend besser, doch mir ging es zunehmend schlechter: Mich nervte die Kistenschlepperei und die Haushaltskasse litt auch. Das konnte nicht die Lösung sein, und ich begann nach Alternativen zu forschen. Schon bald wurde ich fündig: Kleine Öko-High-tech Geräte, die das Leitungswasser „veredeln“ sollen. Anfangs mehr als skeptisch, staunten wir dann, wie gut unser Leitungswasser nun schmeckte. Keine Probleme mehr, zwei bis drei Liter täglich zu trinken. Dieses Wasser „läuft“. Man spürt richtig, wie man damit Energie tankt.
Seit vielen Jahren trinken wir nun „Quellwasser“ aus dem eigenen Wasserhahn - unser Hund übrigens auch. (Er hatte bis dahin selbst dem dreckigsten Pfützenwasser den Vorzug gegeben.) Da ich mich ohnehin schon viel mit Wasser beschäftige – ich bin auch Rutengeher – packte mich dann der Forschergeist. Ich wollte wissen, was es mit der Wasserbelebung auf sich hat. Daraus ist dann dieses Buch entstanden.

Ist Wasserbelebung eine Alternative zum Mineralwasser?
Auf jeden Fall. Es kann ja nicht die Lösung für die Zukunft sein, dass jeder Bundesbürger pro Jahr im Schnitt 130 Liter Flaschenwasser konsumiert. Damit sind enorme Umweltbelastungen verbunden. Denken Sie nur an vielen LKWs, die quer durch Europa unzählige Wasserflaschen hin und her fahren. Das ist überflüssig, wenn jeder sein Quellwasser aus dem eigenen Wasserhahn zapfen kann.

Wie funktioniert Wasserbelebung? Was ist das Geheimnis?
Einfach ausgedrückt: Das Wasser bekommt seinen natürlichen Charakter zurück. Wenn Sie einmal einen Fluss genauer beobachten, dann werden Sie feststellen, dass er ständig die Tendenz hat, kleine und grosse Wirbel zu bilden. Er fliesst auch nicht einfach geradeaus, sondern schlängelt sich durch die Landschaft. Selbst ein Tropfen, der senkrecht auf einer Fensterscheibe hinunterläuft, nimmt nicht den einfachen geraden Weg, sondern baut permanent noch kleine Wirbel auf. Diese Wirbelbewegungen sind lebensnotwendig für das Wasser, weil es damit seine Energie aufbaut und verfeinert. In unseren Leitungsrohren kann das Wasser diese Wirbel nicht bilden. Es wird gestaut in seiner Energie und "verklumpt" auf seiner molekularen Ebene. Das Wasser schmeckt deshalb nicht wirklich frisch und belebend. Mit Hilfe der Wasserbelebung wird das Wasser quasi entstresst und ist auf der molekularen Ebene wieder sehr fein und harmonisch. Es kann dann Stoffe viel besser lösen und transportieren. Das ist nicht nur für den menschlichen Stoffwechsel ein Gewinn.

Wasserbelebung wird heute nicht nur in privaten Haushalten eingesetzt?
Ja, viele Gärtnereien, Wäschereien oder auch Landwirtschaftsbetriebe nutzen belebtes Wasser. Die Pflanzen zeigen sich resistenter gegen Schädlingsbefall, man braucht wesentlich weniger Reinigungsmittel und in der Viehzucht wird der Tierarzt zum seltenen Gast. Es ist ja so, dass in der Natur alle biologischen Funktionen direkt oder indirekt vom Wasser abhängig sind. Wenn man nun Wasser zur Verfügung hat, frisch und lebendig wie aus der Bergquelle, dann gibt’s schon kleine Wunder zu erleben.

Wie reagiert denn die Wissenschaft darauf?
Moderne Wasserbelebungstechnologie gibt es seit etwa 20 Jahren. Anfangs wurde das völlig ignoriert und für esoterischen Hokuspokus gehalten. Heute forscht sogar das Raumfahrtzentrum an der Uni Stuttgart an diesem Thema und mittlerweile gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien, die die Wirkungen dieser Technologie dokumentieren. Es zeichnen sich dabei sehr effektive und kostengünstige Lösungen ab, Wasserbelebung auch im grossen Rahmen einzusetzen – beispielsweise in der Gewässersanierung.

Gibt es dort schon konkrete Erfahrungen?
Ja, einige. So ist vor wenigen Jahren der Dreipfuhlsee in Berlin allein mit dieser Technologie saniert worden – ohne Abpumpen, Bodenaushub, Chemikalieneinsatz oder Ähnlichem. Man hat einfach gezielt einige Wasserbelebungsgeräte installiert. Seitdem ist der See nicht mehr „umgekippt“, stinkt nicht mehr und hat einen gesunden Fisch- und Pflanzenbestand.

Das sind ja erfreuliche Zukunftsaussichten.
In der Tat. Da eröffnet sich ein ganz neues Feld mit phantastischen Möglichkeiten. Studien in grossen landwirtschaftlichen Plantagen in Spanien haben zum Beispiel gezeigt, dass man mit Wasserbelebung die Erträge erheblich steigern kann während der Bedarf an Pflanzenschutzmitteln deutlich reduziert wird. Dies schont auch die Grundwässer, deren Pegel immer weiter sinken und die das Hauptreservoir für die Trinkwasserversorgung bilden. Einige Unternehmen der Wasserbelebungsbranche sind bereits seit einigen Jahren auch in Ländern der so genannten Dritten Welt aktiv. Die Wasserqualität ist dort oft verheerend. Weil diese Geräte kinderleicht zu montieren sind, keine Wartung benötigen und ohne elektrischen Strom funktionieren, sind sie eine ideale Lösung, vitales Wasser für jedermann verfügbar zu machen. Es sind schon einige erfreuliche Entwicklungen in Gang gekommen, die langfristig die Menschen auch unabhängiger machen von den grossen Wasser-Konzernen